Ursachen verstehen

Um diese psychische Störung zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man diese präventiv sowie symptomensprechend therapieren könnte ist ein Verständnis für die Ursachen sowie die Zusammenhänge dieser unabdingbar.

Die Ursachen von psychischen Störungen sind vielfältig und reichen von genetischen Veranlagungen über seelische Aspekte bis hin zu sozialen Faktoren. Durch eine Kombination der unten angeführten Faktoren ist es möglich, dass eine Person eine Gaming Disorder entwickelt. Zwar können Schutzfaktoren wie eine gute Bindung zu den Eltern Risikofaktoren ausgleichen und die psychische Gesundheit unterstützen, jedoch ist dies nicht zwangsläufig ausreichend.

Menschen mit psychischen Störungen können in virtuelle Realitäten flüchten, wie Videospiele, um Stress abzubauen, das Selbstwertgefühl zu steigern oder Teil einer Community zu sein, was zu Suchtverhalten führen kann.

Biologische Faktoren

Genetische Veranlagung: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte genetische Variationen das Risiko für eine Gaming Disorder erhöhen können. Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Suchterkrankungen könnten möglicherweise anfälliger für die Entwicklung einer Gaming Disorder sein.

Persönliche Faktoren

Persönlichkeitsmerkmale: Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen wie Impulsivität, Sensationssuche oder geringem Selbstwertgefühl könnten anfälliger für problematisches Spielverhalten sein.

Bewältigungsmechanismen: Einige Personen nutzen Videospiele als Bewältigungsmechanismus für Stress, Angst oder Depressionen, was zu einem übermäßigen Spielverhalten führen kann.

Soziale Faktoren

Soziales Umfeld: Ein Mangel an sozialer Unterstützung oder soziale Isolation kann dazu führen, dass Personen vermehrt Zeit mit Videospielen verbringen, um sich abzulenken oder zu entkommen.

Peer-Druck: Der Druck von Gleichaltrigen oder Freunden, die viel Zeit mit Videospielen verbringen, kann dazu führen, dass eine Person ebenfalls vermehrt spielt und dadurch eine Gaming Disorder entwickelt.

Technologische Faktoren

Zugänglichkeit: Die ständige Verfügbarkeit von Videospielen auf verschiedenen Plattformen und Geräten macht es leichter, exzessiv zu spielen.

Belohnungssysteme: Viele Videospiele sind darauf ausgelegt, Belohnungen und Erfolgserlebnisse zu bieten, was dazu führen kann, dass Spieler süchtig nach diesen positiven Reizen werden und immer weiter spielen wollen.